Der erste Blick auf den Atlantik

Heute Morgen ist der Herbst angekommen. Als ich kurz vor 09.00Uhr heute Morgen aufgebrochen bin war kühl, feucht und neblig. Und ganz hell war es auch noch nicht. Bedenkt bitte, hier im Westen Spaniens liegen wir über 16Grad weiter westlich als Düsseldorf, da wir aber in der gleichen Zeitzone in Mitteleuropa leben sind die Tageslichtzeiten hier um gut eine Stunde verschoben. 

Beim ersten Blick von den Anhöhen aus auf den Atlantik lag dieser noch unter einer dichten Nebeldecke die sich erst nach Mittag langsam auflöste.

Der Blick auf den Atlantik sagte mir leider das mein Weg sich dem Ende nähert. Noch ein paar Buchten umlaufen, noch einen Bergrücken überschreiten und ich bin in Fisterre, morgen noch die letzten, kleinen 13km. Am Abend geht es dann noch hoch auf den Felsen vom Kap Formentor, noch einmal rund 3km.

Heute Nachmittag wurde meine Schritte immer schwerer und langsamer, obwohl der Weg heute garnicht so lang und der Weg auch nicht besonders anspruchsvoll war. Aber es geht auf das Ende zu, das Ende des Weges das man eigendlich nicht erreichen möchte. Das Ende erreichen heiẞt dieses schöne Land verlieren, die vielen Menschen verlieren die man unterwegs getroffen hat und deren Geschichte die man gehört hat und die man vermutlich niemals wiedersehen wird….einige vielleicht noch einmal morgen Abend zum Sonnenuntergang auf dem Felsen.