Zunächst zur Info, die sache mit dem gestörten mobilen Internet hatte sich am nächsten Morgen wie von selbst erledigt.
Nachdem ich in den letzten Tagen zweimal Besuch in meinen Betten in den Unterkünften hatte weiß ich was ich zu Hause vergessen habe, ich habe vergessen meine Heimkehr vorzubereiten. Bei meinen längeren Caminos führt mich mein erster Weg bei der Rückkehr in den Keller, dort entledige ich mich meinem Gepäck und meiner gesamten Kleidung! Vor meiner Abreise habe ich dort bereits Wechselkleidung deponiert, das habe ich dieses mal vergessen. Meine Ausrüstung wird dann teilweise entsorgt oder kommt sofort in den 95° Waschgang, darunter geht es einfach nicht. Ich hatte mämlich Besuch von diesen nur rund vier Millimeter großen, mehrbeinigen, rot-rotbraunen Tierchen, konnte diese jedoch bevor es ernst wurde erledigen, es ist schon erstaunlich was diese kleinen, harten Körper für ein Geräusch machen wenn sie zerquetscht werden.
Morgen werde ich Villaviciosa erreichen. Übermorgen werde ich hinter diesem Ort auf den Camino Primitivo abbiegen. Auch wenn dieser offiziel erst in Oliviedo, also nach zwei weiteren Zubringer-/Tagesetappen beginnt.
Bisher habe ich mich in bekanntem Terrain bewegt, ich kannte die Etappen von Bilbao nach Villaviciosa bereits von meinem letzten Camino 2024. Ich habe jedoch zur Abwechselung einige Alternativrouten und überwiegend andere Unterkünfte gewählt.
Zu den Unterkünften gibt es noch etwas zu sagen, in meinem fortgeschrittenen Alter, und da bin ich nicht der einzige der so denkt und handelt, bevorzuge ich eher kleine Pensionen oder Hotels, ich schätze halt meine eigene Dusche und meine eigene Toilette.
Ich mag halt nicht mehr diese Massenunterkünfte mit den sogenannten „Schnarchsälen“ andere mögen diese diese archaich und kultig nennen, ich mag sie einfach nicht mehr.
Die letzten Tage führten mich überwiegend längs der spanischen Nordküste, es ist ein imponierendes Bild oben längs der Klippen langzulaufen, rechts unter einem die Atlantikbrandung und links die schon zum Teil sehr hohen Berge, manche am Morgen noch im dichtem Nebel.
Bay the Way, was die Unterkünfte angeht sind die Preise in den vergangenen Zweieinhalb Jahren geradezu explodiert. Dort wo ich seinerzeit noch zwischen 35,00€ und 50,00€ bezahlt habe läuft heute unter 60,00€ bis 80,00€ garnichts mehr für eine Übernachtung.

